Danzig

Roma, die Frau mit dem Fahrrad erzählt mir auch, dass man von Elblag mit dem Zug nach Deutschland fahren kann. Elblag ist ein ganz zauberhaftes Städtchen.

 

Wir wollen von hier aus ja mit dem Schiff die 5 Stationen des Schiffshebewerkes durchfahren. Es finden pro Tag 4 Fahrten von Elblag nach Buczyniec statt, das Schifffahrtsbüro hat noch offen und wir versuchen für den nächsten Tag unser Karten zu kaufen. Da müssen wir leider erfahren, dass alle Touren bereits ausgebucht sind, ach ja ist ja Sonntag. Die Tour andersherum also von Buczyniec nach Elblag kann noch gebucht werden. Wir entschließen uns für die Tour um 14:10 Uhr. So entweder wir fahren mit dem WOMO dort hin oder mit dem Taxi, denn von Elblag zurück fährt ein Bus, den man gleich mitbezahlt. Die Plätze werden gleich für den nächsten Tag reserviert. Wir entschließen uns dazu die Hinfahrt mit dem Fahrrad zu machen und die Rückfahrt dann mit dem Schiff, die Fahrräder werden auf dem Schiff mitgenommen.

 

Es ist ein wunderschöner Sommertag und die Fahrradtour macht so viel Spaß. Die Beschaffenheit der Fahrradwege ist sehr sehr unterschiedlich, von Betonplatten bis Sandweg.

Unterwegs kommen wir an einem Hoffest von einer riesiger Honigfabrik vorbei. Hier finde ich endlich den von unserer Vermieterin gewünschten weißen Pfeffer. In allen unseren Ländern habe ich danach gesucht und gefragt. Der wächst aber nicht in diesen Ländern, da gab es den schwarzen und den bunten Pfeffer. Wir haben schon gesagt, dass sie uns da eine neue Reise spendieren muss, damit wir weißen Pfeffer mitbringen können.  Also hier finde ich endlich an einem Gewürzstand weißen Pfeffer aus Vietnam. Die Freude ist groß so können wir endlich den Auftrag ausführen. Das Hoffest ist wirklich sehr schön aufgemacht, ganz viele verschiedene Stände und sehr viele Fahrgeschäfte für die Kinder.

 

Wir schaffen es dann gerade noch bis kurz vor der Abfahrt zum Schiff. Die Fahrt war super super toll und echt einmalig. Diese Idee und das Werk sind Mitte des 19. Jahrhundert zum Transport für Landwirtschaftliche Erzeugnisse entstanden.

 

Am nächsten Tag fahren wir nach Gdansk (Danzig). Wir parken das Auto etwas außerhalb und fahren mit den Fahrrädern in die Stadt. Dort ist es so unglaublich voller Menschen und überall Verkaufsstände und Buden mit allem was man sich nur vorstellen kann. Angefangen mit Handarbeiten, Kleidern, Bernstein, Käse, Wurst, Eingemachtes usw. Unglaublich voll diese Stadt so eine volle Stadt haben wir auf unserer ganzen Reise noch nicht gehabt und das am Montag. Wie ist das denn am Wochenende ohjeohje brutal.

 

Morgen fahren wir weiter nach Usedom da gibt es Heilbäder, uns fehlt die Sauna.

 

Ah ja Ingo hat ganz schnell mal ne Russland Tour für nächstes Jahr aus dem Ärmel geschüttelt, toll hoffentlich melden sich einige Interessenten an.

 

Wir kaufen schon seit Russland richtig große Herzkirschen die ein super saftiges Fruchtfleisch haben.

 

und es gibt Brot mit Blättern die mitgebacken werden hier in Polen - in Litauen hatte Nika so ein Brot. Leider konnte ich nicht herausfinden, was das für Blätter sind.

Wir stehen jetzt die zweite Nacht noch in der Danziger Bucht auf einem sehr günstigen ruhigen Parkplatz. In Polen darf man als WOMO auf den Parkplätzen über Nacht stehen.

 

Hier in Sopot (Zoppot) steht die längste Seebrücke Europas und die wollen wir uns anschauen. Wir laufen morgens am Strand entlang zur Brücke, besichtigen die Brücke, das kostet Eintritt. Auf der Brücke gibt es dann die Möglichkeit mit einem Piratenschiff, einem normalen Schiff, einem 900 PS starken Motorboot und einem Katamaran die verschiedensten Fahrten zu unternehmen. Ganz am Ende der Brücke gibt es ein Lokal mit exquisiten Speisen und ganz schön eingerichtet.

 

Wir verlassen die Brücke und haben Durst und Hunger, es gibt Kaffee, Wasser und belgische Pommes. Gestärkt geht es wieder zurück. Wir haben in weißer Voraussicht schon unsere Badesachen angezogen und suchen uns bei einer Dusche einen Platz um die Kleider abzulegen. Dort sitzt ein älteres Ehepaar und wir kommen ins Gespräch, sie passen auf unsere Sachen auf. Nach dem Baden, hier ist das Wasser wieder einiges wärmer als zuletzt auf der Nehrung, da war es bitterkalt, unterhalten wir uns noch mit dem Ehepaar.  Er ist Deutscher und sie Polin, Helmut und Violetta, sie sind schon lange verheiratet, haben früher in Bremen gelebt und jetzt seit 10 Jahren in Polen. Sie haben einen Sohn und schon zwei Enkel. Der Mann ist schon 83 Jahre alt und fährt noch ein Wohnmobil Marke challenger, Baujahr 1994, 210.000 km und möchte es jetzt nach dieser Ausfahrt ans Meer altershalber leider verkaufen, seine Frau ist 18 Jahre jünger fährt aber nicht mit dem WOMO. Sie erzählen uns wo sie stehen und wo der FKK Strand ist und wir verabschieden uns. Später nach einem Mittagsschlaf nehmen wir die Fahrräder und suchen den FKK Strand, wir finden keinen, ich frage sogar die Polizei, die gerade mit ihrem Wagen unseren Weg kreuzt. Gibt es nicht, o.k. schade dann wieder zurück zum WOMO. Wir fahren bei dem Ehepaar vorbei und schauen uns das WOMO an, echt innen und außen alles total gut gepflegt, das ist so ein super WOMO mit allem Zubehör, 8-fach bereift und sie wollen 10.000 Euro dafür. Schade das Polen so weit weg ist. Wir haben mal die Telefonnummern ausgetauscht.

 

Ah ja sie haben natürlich gefragt was wir alles in Polen angesehen haben und wir haben geantwortet das wir in Danzig waren und es so unheimlich voll war und die Stände überall. So jetzt haben wir erfahren, dass es das nur 3 Wochen jedes Jahr gibt und Dominikanermarkt (besteht seit über 750 Jahren) heißt, er gilt als einer der schönsten und größten Märkte, die Anbieter kommen aus der ganzen Welt und täglich kommen ca. 70.000 Besucher. Ohje wir Einkaufsmuffel, also für jemanden dem das Bummeln durch Stände Spaß macht ein absolutes Muss.

 

In Polen ist das Nationalgericht ein Schmoreintopf  Bigos, das mit Schweinefleisch, Sauerkraut und Pilzen hergestellt wird. Leider hat es nicht geklappt, dieses zu essen. In Elblag waren wir, manchmal fragt man sich warum, Pizza essen und hier am Danziger Meerbusen haben wir lecker Fisch gegessen, Ingo Heilputt und ich irgendwas mir unbekanntes, was aber alles lecker war.

 

Morgen geht es jetzt weiter Richtung Usedom.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jürgen und Marlis (Dienstag, 06 August 2019 22:55)

    Tolle Reise!
    Jetzt müsst ihr euch aber sputen. 1.-5. Sept ist der Caravan-Salon in Düsseldorf und am 14. Sept. ist Altstadtfest in Ladenburg. Ich hoffe, man sieht sich!?

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Wann:
 
Samstag, 26.09.2020
  Beginn 16:00 Uhr

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