Moskau

Vor Wladimir (Vladimir) fahren wir am Global Markt vorbei. Wir müssen einiges einkaufen und halten an. Der riesige Parkplatz hat eigentlich schon angekündigt, dass wir da in einen großen Einkaufsmarkt kommen und es war mega. Schon alleine die Essenstheke alles was man sich wünschen kann, wir haben uns lecker einen Wok machen lassen, Ingo mit Rindfleischstücken und ich mit Scampi ober lecker. Danach sind wir einkaufen, der Markt gab alles her was man sich nur denken kann unfassbar, ich bin froh dass ich mein Handy nicht dabei hatte sonst wären sicher einige Fotos entstanden. Schon alleine die Verkaufstheke für z. B. Sonnenblumenkerne war gigantisch und so viele verschiedene Marken. Wein aus allen Herren Länder, wir haben uns doch direkt einen Dornfelder Rose und einen Hessischen Rotwein gekauft.

 

Dann gab es in dem Markt so wie bei uns auch noch extra Läden, hier habe ich meinen Brillenladen gefunden, dann den Schlüsseldienst, Handyladen, Pizzabude, Metzger und Bäcker und noch einige andere. Das war der erste Markt dieser Art der uns so in Russland begegnet ist. Auf dem Land gibt es hauptsächlich Magazine, kleine Einkaufsläden.

 

Die KFZ-Kennzeichen sind in Russland zwei geteilt, die hintere Zahl gibt an aus welchem Bezirk/Gebiet das Fahrzeug kommt. 77, 97, 99, 177,197 und 199 z.B. für Moskau. Es gibt ca. 135 verschiedene Zahlen, in Deutschland haben wir mehr unterschiedliche Kennzeichen so etwa 155 für die einzelnen Landkreise und Gemeinden obwohl wir vom Land her viel kleiner sind.

 

Wir übernachten nochmal 100 km vor Moskau in Maslyanyye-Gorochki, da wir später dran sind als gedacht, der mega tolle Einkaufsladen hat uns aufgehalten und wir haben nicht alles angeschaut. Wir finden einen schönen Platz vor einer Insel mit einem Monastir drauf. Wir schauen uns auf der Insel alles an, es gibt ein kleines Restaurant mit Kaffee in das uns eine Frau von hier führt. Wir gehen in die Kirche, ich muss zum ersten Mal ein Kopftuch aufsetzen. Wir gehen ja sonst in keine Kirche, Museum  oder sonstige Einrichtung. Da sind wir ganz froh drüber sonst wäre unser Aufenthalt in Russland noch viel viel länger. Auf dem Rückweg zum Auto werden wir auf der Brücke von Andreas angesprochen, er hatte Großeltern die Deutsch sprachen, er spricht sehr gut Deutsch und freut sich darüber mal wieder die Sprache zu sprechen.  Wir erfahren u.a., dass er Ingenieur beim Daimler in Moskau ist, dieses Jahr in der Türkei Urlaub gemacht hat, geschieden ist, mit seiner Tochter und deren Freundin hier in der Nähe im Sommerhaus Ferien macht.  Er hat uns ganz viel über Moskau gesagt und aufgeschrieben, seine Straße gezeigt in der wir gut Parken können, E-Mail-Adressen ausgetauscht und am Sonntag ist er wieder in Moskau. Später kommt dann noch die Obernonne aus dem Monastir vorbei extra mit ihrem Chauffeur, schaut sic h im WOMO um fragt was es gekostet hat und lädt uns auf einen Kaffee ein. Wir sagen dankend ab es ist für Kaffee einfach zu spät und wir wollen gleich zu Abend essen.

 

Jetzt sind wir endlich in Moskau, wir haben uns dazu entschieden auf den Campingplatz zu fahren, der liegt mitten in einem Park. Dort werden wir an der Rezeption von Michael, dem Chef nach unserer  Registration gefragt. Ohjeohje da fälllt es mir siedend heiß ein, dass wir uns in den ersten 7 Tagen in Russland bei einer staatlichen Stelle hätten registrieren lassen müssen. Ok vergessen und versäumt. Wir können nicht ohne Registrierung auf dem Platz bleiben und müssen auch mit einer Strafe von ca 70 Euro rechnen. Wenn wir das nicht machen, wird an der Grenze danach gefragt und da wird die Strafe und die Wartezeit mehr sein. Er ist dann so nett und fährt mit uns zusammen mit der Straßenbahn zum Amt und regelt das. Wir müssen für alles insgesamt 2,5 Stunden Zeit und jeweils 70 Euro aufbringen, unsere Hände werden eingeschwärzt und der Abdruck registriert.

 

Danach fahren wir mit der Metro zum Roten Platz. Michael hat uns alles ganz genau erklärt, wie viele Haltestellen usw. und wir haben es teilweise noch mit Einheimischer Hilfe geschafft. Am nächsten Tag wussten wir dann gleich wie das mit Straßenbahn und Metro funktioniert. Da haben wir dann eine Tour mit dem Sightseeing Bus unternommen. Moskau ist die größte Hauptstadt Europas mit ca. 12 Mio Einwohnern. Heute ist Samstag und es ist sehr sehr viel los in der Stadt. Wir besichtigen den Kreml, das Gym Kaufhaus nochmal, im Bus wurde gesagt, da gibt es das beste Eis Russlands und dem entsprechend waren die Schlangen an den vielen Eisverkaufsstellen lang. Wir sind angestanden und es hat sich wirklich gelohnt, es war oberlecker.

 

In Moskau gibt es ein sehr sehr großes 7 stöckiges Kinderkaufhaus, das ist einmalig in Russland, man bekommt hier alles von vor der Geburt bis nach dem Abi für Kinder.

 

Der Campingplatz liegt so toll, da gehen wir morgens in den Park laufen. Hier auf dem Platz haben wir andere Camper aus den Niederlanden, aus China, aus Karlsruhe und aus Göppingen getroffen, alle haben ganz ganz interessante Geschichten zu erzählen. Mit dem Ehepaar aus Göppingen, die mussten heute abreisen, weil sie Verwandtschaft in Moskau haben, werden wir uns zuhause wieder treffen, denn sie haben auch Verwandtschaft in Rudersberg. So klein ist die Welt.

 

Leider gibt es auf dem Camping kein Wi-Fi, das funktioniert hier halt im Wald nicht.

 

In Moskau findet auf dem Roten Platz momentan die Boxing Days statt, der ganze Platz ist vollgestellt mit Bühne und Boxring und Ständen. Es gibt Live-Musik und Vorführungen, alles Umsonst.

 

Heute fahren wir mit dem Fahrrad zum Park der Nationen – Ausstellung der Errungenschaft der Volkswirtschaft - ,das ist echt gigantisch, ein Park mit Themenpavillons, dazwischen Blumenrabatte und Springbrunnen. Im ganzen Park läuft Musik, z.B. haben wir ein uralt Song von Tom Jones „Love me Tonight“ essen um 11 Uhr morgens schon Döner, Süsses und ich trinke Kaffee – Mensch geht’s uns gut. Nachmittags fahren wir mit dem Sightseeing Bus die Orangene Linie und erfahren, das die Moskauer Metro die längste Rolltreppe mit 126 m hat, der Fernsehturm mit  540 m  das höchste Bauwerk Europas ist und ein Deutscher den Rekord im Treppenlaufen hält. Später besichtigen wir dann noch eine der vielen Metrostationen die hier ganz toll teilweise mit Kronleuchter, ganz tollen Marmorplatten und Bilder usw. sind.

 

In Russland fahren immer noch die Straßenreinigungsmaschinen Tag und Nacht.

 

Am Sonntag kommt dann noch eine geführte Gruppe von Wohnmobilfahrern aus den Niederlanden auf den Camping.

 

Montag wollen wir Weiterreisen, das Wetter ist super und wir entschließen uns kurzfristig doch den höchsten Fernsehturm Europas zu besuchen. Mit dem Fahrrad ca. 20 Minuten hin, Eintritt zahlen, hochfahren, Rundumlaufen und wieder zurück fahren höchstens 2 Stunden hatten wir so ausgerechnet, weit gefehlt. Mit dem Fahrrad die Zeit war o.k. Dann dort durch eine Taschen- und Personenkontrolle, ewig anstehen für die Eintrittskarten mit Vorzeige des Ausweises. Dann haben wir ein Fenster von 12 – 13.00 Uhr zur Besichtigung und müssen vor dem Fernsehturm noch eine halbe Stunde warten.  Es gibt 3 Eingänge und durch jeden darf nur eine Person treten, danach nochmal Kontrolle der Taschen und der Person und des Ausweises. Echt bis man hier auf dem Turm ist vergehen Stunden. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, wir hatten eine tolle Aussicht und so weit oben waren wir zum ersten Mal in unserem Leben – echt cool. Wir konnten dann am Nachmittag Richtung Riga losfahren.

 

Nochmal eine Nacht im bewachten LKW-Rasthof, Essen im Restaurant für die LKW Fahrer Ingo isst Rumsteak mit Kartoffeln was sich als Schnitzel  entpuppt und ich Pfannkuchen mit Hackfleischfüllung. Bei Ingo ist Ketchup dabei und bei mir Sauerrahm. Überhaupt benützt die russische Küche sehr viel  Sauerrahm.  Auch mit Dill wird sehr viel dekoriert und ist im Salat. Ich habe für uns einen wunderschönen grünen saftigen Bund gekauft, der reicht für mindestens 3mal Gurkensalat.

 

Wir fahren die letzten 280 km bis zur Grenze nach Lettland und kommen an Moorlandschaften und Sümpfen vorbei, hier stehen mega Riesen-Bärenklauen und Farne. Unterwegs stehen wieder Verkäufer die Eimerweise Pilze anbieten.

 

Wir haben jetzt ganz zum Ende unserer Russlandreise doch noch eine SIM-Karte für all unsere Geräte über den Anbieter Megafon, der uns von Felix aus Karlsruhe empfohlen wurde,  gekauft. Vorher hatten wir ja die Beeline-Karte die wir nur über Marina ganz am Anfang unserer Russlandreise kaufen konnten. Das war echt ein Mist und hat leider überhaupt nicht funktioniert. Auch habe ich jetzt  rausbekommen, wie ich meine Fotos vom Handy auf den Computer bekomme. Vorher habe ich jedes Foto über E-Mail auf den Computer geschickt – das war obersch….  Ab Lettland sind wir dann eh wieder online mit unserer Telekom.

 

Ich möchte noch eine Frage aufklären und zwar die aus Astrachan, das Verkehrsschild mit der Brille. Das Schild weist auf blinde Menschen hin. Marina meine Lehrerin konnte mir das sagen.

 

So, jetzt waren wir über 3 Wochen in Russland und blicken auf 3 sehr ereignisreiche Wochen zurück. Wir sind hauptsächlich sehr hilfsbereiten und freundlichen Menschen begegnet. Wir haben uns immer sehr sicher gefühlt.  Ich habe eine Einladung von Marina sie nächstes Jahr zu besuchen. Dimitri schickt mir immer Bilder, momentan ist er in den Pyrenäen wandern. Wir haben so tolle Begegnungen gehabt.

 

Magazin - so heißen alle kleinen Lebensmittel-läden in Russland

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