Russland

Die Straßen sind mal ganz gut und dann wieder miserabel. Eine Straße war wahrscheinlich zu gut, denn wir sind angehalten worden, Ingo war 23 km zu schnell und das kostet eine Strafe von 250 Dollar die Ingo herunterhandeln konnte auf 100 Dollar, soviel zu den schlechten Straßen die wir hiermit unterstützt haben.

 

Wir kommen an die Grenze nach Russland, hier passiert uns das nächste Unglück. Kurz nach der Grenze aus Aserbaidschan raus bremst Ingo und der Wagen hinter uns fährt bei uns auf. Das Plastik unserer Stoßstange samt einzelnen Lampen ist kaputt, bei dem anderen Fahrzeug ist vorne irgendwie alles verschoben und die Lampen sind zerbrochen, für mich sieht das nach Totalschaden aus.

 

Das war jetzt auch ein Erlebnis der besonderen Art, da stehen dann gleich mal über 10 Mann um die Autos rum, in verschiedenen Uniformen, Zivilisten usw. und es passiert über Stunden nicht viel. Irgendwann kommt dann jemand mit dem Auto von der Versicherung des Auffahrers und irgendwann dann auch die Polizei. Stunden später es ist bereits krappen dunkel  sind wir fertig und dürfen jetzt endlich zur russischen Grenze fahren. Wir haben inzwischen 24 Uhr und um diese Zeit ist nicht mehr ganz so viel los und wir kommen relativ schnell (normalerweise evtl. bis zu 6 Stunden) in einer Stunde durch.

 

Paar Kilometer weiter stellen wir uns an eine Tankstelle und schlafen. Nachts regnet es wieder sehr stark, das haben wir hier fast jede Nacht auf unserer Reise.

 

Am nächsten Tag sehen wir dann mal Russland, die Weite, die verschiedenen Landschaften, Häuser, Herden von Kühen und Schafen. Im ersten großen Ort Isberbasch gehen wir Geld holen und Handy Karte kaufen, hier lernen wir eine sehr sehr nette junge Frau Marina kennen, die sehr gut Englisch und ein bisschen Deutsch kann, da sie das studiert hat. Sie zeigt uns sehr viel.

 

Der nächste Übernachtungsplatz ist ganz nach unserem Geschmack, am Meer ganz alleine, auch hier werden wir super nett angesprochen wie eigentlich überall auch wenn wir die Sprache nicht können. Teilweise schaltet man dann den Google Übersetzer ein, das ist eine feine Sache. Die Menschen möchten in unser WOMO schauen und sind sehr interessiert an uns.

 

Am nächsten Tag geht unserer Reise weiter nach Astrachan ein sehr schöner Ort an der Wolga, dem größten Strom in Europa. Unterwegs verlieren wir unsere Straße und müssen ca. 20 km über Piste fahren, zurück auf der Straße sind wir über glücklich, wir haben noch ca. 45 Kilometer und Ingo gibt Gas.

 

Dann passiert das unfassbare, ein Knall, der Wagen schlingert, wir kommen zum Stehen. Den linken Hinterreifen hat es zerbröselt und dabei hat es uns den Radlauf beschädigt und die ganze Wasserleitung mit rausgerissen. Die Straße sieht aus, das Auto sieht innen und außen aus, echt schrecklich, alles  nass, alles voller Styroporflocken.

 

Ingo wechselt den Reifen, ich putze so gut es geht innen raus, wir sind total geschockt, fahren weiter nach Astrachan, es ist bereits dunkel und Gottseidank haben wir im Navi einen Parkplatz an der Promenade. Wir gehen was essen und trinken, wir sind total zerstört. Heute sind wir am Schaden beheben, Ingo konnte unsere Wasserleitung soweit richten, dass wir Wasser haben. Jetzt ist er im Baumarkt und schaut noch nach Teilen die wir brauchen, dann müssen wir noch nach einer neuen Felge, die alte hat es total verspult, schauen und einem Ersatzrad. Wenn das alles gemacht ist, müssen wir sicherlich direkt auf schnellstem Wege heimfahren. Denn bei Regen können wir nicht fahren, da es dann das ganze Wasser aus dem kaputten Radlauf ins Auto spritzt. Echt Obermist alles. Ich werde jetzt mal hiermit den BLOG schließen.  Wenn es irgendwie mal einfacher ist mit dem Internet wie zurzeit kann ich ja kurz wieder berichten. So wie es jetzt aussieht geht unser Weg direkt heim.

 

 

Wir fahren weiter nach Astrachan, es ist bereits dunkel und Gottseidank haben wir im Navi einen Parkplatz an der Promenade. Wir gehen was essen und trinken, wir sind total zerstört. 

Von einem der jungen Männer habe ich eine rote Rose geschenkt bekommen, die konnten mir leider nicht erklären was sie feiern, keinen Geburtstag und auch keinen Junggesellenabschied soviel war klar.

 

Die Frau mit Hut hat mir kleine Früchte, sowas wie Aprikosen eine Schüssel voll geschenkt, die wachsen hier am Wasser auf großen Bäumen und werden von ganz vielen Menschen geerntet. Die gute Frau hat soviel erzählt sie konnte garnicht aufhören, ich habe mich so gefreut.

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Kommentare: 4
  • #1

    Ester (Mittwoch, 03 Juli 2019 20:02)


    OH oh oh zum Glück ist euch nichts passiert gebt nicht auf vieleich finde ihr nach dem ersten Schock doch noch eine Lösung. Liebe liebe Grüße Frank und Ester danke für die schöne Karte habe mich sehr gefreut.

  • #2

    Hans Georg (Mittwoch, 03 Juli 2019 20:33)

    Ingo und Kerstin, nicht aufgeben vielleicht gibt es dort jemand der das Womöglich soweit reparieren
    kann damit ihr eure tolle Reise weiter machen könnt.Ihr habt ja alles so gut geplant und die
    Tour mit euch durch Albanien war ja so toll.
    Toi toi toi von Christel und Hans Georg

  • #3

    Jürgen und Marlis (Samstag, 06 Juli 2019 20:05)

    Gott sei dank, ist euch nix passiert! Solch eine "Panne" muss man unter der Rubrik "Abenteuer" ablegen. Schade, dass ihr vom Baikalsee nun abdriftet. Weiterhin gute Reise mit weniger Abenteuer.

  • #4

    Ina (Donnerstag, 11 Juli 2019 08:23)


    Oh elend. Was tut ihr mir leid. So ein Pech
    Hatte ich ja auch mal
    Alles gute euch!

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